Klima:

1. Einführung

Das Ziel der Unterrichtseinheit:

  • Hier geht es um ein globales Thema, welches jedoch teilweise mit dem Regenwald verbunden werden kann. Die Schüler erfahren, was die Begriffe „Klima“ und „Klimawandel“ bedeuten, welche Hintergründe der Klimawandel hat, was die Gefahren sind und welche Lösungsansätze es gibt. Zudem lernen sie die Bedeutung des Waldes für den Klimaschutz kennen.
  • Ziel ist es, die Schüler auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam zu machen und sie für den Schutz des Klimas zu sensibilisieren.

So gehen Sie vor:

  1. Starten Sie die Unterrichtseinheit mit einer Frage- und Diskussionsrunde. Die Schüler haben sicherlich schon einiges über den Klimawandel gelesen und/oder gehört. Aber wissen sie auch, was sich dahinter verbirgt?
  2. Wählen Sie nun aus den unten aufgeführten Modulen, wie Sie weiter vorgehen wollen. Es gibt viele Möglichkeiten!

Dieses Video erklärt kurz und knapp den Zusammenhang von Klima, Klimawandel und Regenwald.

Diskussions- und Fragerunde zu den Begriffen "Klima" und "Klimawandel".  Begriffe und Zusammenhänge werden hier kurz erklärt.

Durch ein einfaches Experiment verstehen die Schüler den Treibhauseffekt.

Steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, heftigere Stürme und Dürreperioden:
Die Auswirkungen, die bereits heute auf den Klimawandel zurückzuführen sind.

Welche Möglichkeiten haben wir, das Klima zu retten?

Handlungsansätze und Lösungsvorschläge.

Ob Energie sparen, Bäume pflanzen oder Spenden sammeln: Dem Handlungsdrang steht nichts im Weg!

Handeln leicht gemacht

Beim Thema Klima ist es selbst für Kinder und Jugendliche nicht schwer, aktiv zum Schutz beizutragen. Kleine Änderungen im Alltag und im Konsumverhalten helfen, dem Klimawandel entgegenzusteuern.

Die politische Ebene ist für die Schüler natürlich anfänglich außer Reichweite.  Aber warum nicht eine Aktion starten, die die Stadtverwaltung mit einbezieht?

Weitere Anregungen:

Material:

Weitere Materialen:

2. Klima-Clip

Ziel:

Den Zusammenhang von Klima, Klimawandel und Regenwald verstehen.

Beschreibung:

Steigen Sie in die Unterrichtseinheit Klima mit einer Wissensabfrage ein. Was wissen die Schüler bereits über den Klimawandel? Was stellen sie sich darunter vor? Wo haben sie das Wort schon einmal gehört? Wird es bei ihnen zu Hause benutzt? Denken die Jugendlichen, dass sie in ihrem Leben davon betroffen sind oder sein sollten?

Spielen Sie den Schülern im Anschluss die erklärende Animation vor. Diese verdeutlicht den Zusammenhang von Regenwald und Klimawandel. Sie zeigt, was der Klimawandel mit uns zu tun hat, erklärt die wichtigsten Begriffe zu dem Thema und zeigt Handlungsansätze auf, wie das Klima und der Regenwald geschützt werden können.
Das Arbeitsblatt hilft den Schülern, das Gesehene zu verinnerlichen.

Copy: Idee - özi's comixstudio & OroVerde, Zeichnungen - özi's comixstudio, Text - Birthe Hesebeck, Sprecher - Oliver Ewy

  • Der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen verstärkt den Klimawandel.
  • Wir können in vielen Bereichen das Klima schützen!

3. Klimawandel - Was ist das?

Ziel:

Begriffe und Zusammenhänge rund um das Thema Klimawandel verstehen

Beschreibung:

Klimawandel ist nicht gleich Klimawandel! Im Laufe der Geschichte unserer Erde änderte sich das Klima ständig. Das Problem ist der vom Menschen beschleunigte Klimawandel.

Die Schüler kennen viele Begriffe aus Nachrichten und Fernsehen, wissen aber meist nicht, was sich dahinter verbirgt. Die Begriffe „Klima“, „Klimawandel“ und „CO2“ werden noch einmal erklärt, der natürliche Klimawandel kurz beschrieben  und die Gefährlichkeit des aktuellen Klimawandels angedeutet.

  • Treibhausgase kommen auch natürlich in unserer Atmosphäre vor. Zu viele davon sind aber schädlich.
  • Der aktuelle Klimawandel ist von Menschen gemacht.

4. Das Experiment

Ziel:

Den Treibhauseffekt verstehen

Material:

2 Einmachgläser, Frischhaltefolie, Gummibänder, Wasser, 2 Thermometer, 2 Lampen

Beschreibung:

Das Experiment verdeutlicht den Treibhauseffekt. Wie beim natürlichen Klima dauert auch dieses Experiment etwas länger. Daher empfehlen wir Ihnen, das Experiment am Anfang des Tages zu starten und über den Tag verteilt mehrere Messungen zu machen.

Die Durchführung:

Füllen Sie in die zwei Einmachgläser ca. 3 cm hoch Wasser und stellen Sie je ein Thermometer in das Wasser. Achten Sie darauf, dass die Ausgangstemperatur in beiden Gläsern gleich ist.

Verschließen Sie eines der Gläser so luftdicht wie möglich mit Frischhaltefolie und Gummibändern. 
Beide Gläser werden nun jeweils unter eine Lampe gestellt (gleiche Wattzahl beachten, empfohlen sind 60 Watt). Achtung, dies funktioniert nicht mehr mit LED-Lampen, da diese keine Wärme abgeben. In diesem Fall nutzen Sie die Sonne, und auch sonst, wenn Sie einen sehr sonnigen Tag erwischen. Lesen Sie die Temperatur in regelmäßigen Abständen (jede Stunde oder alle zwei Stunden) ab. Welche Unterschiede ergeben sich?

Klären Sie die Schüler über die Parallelen auf. Der Versuchsaufbau entspricht den Gegebenheiten auf unserer Erde: Die Lampe steht für die Sonne, die Folie für die Atmosphäre. Die Strahlen von der Sonne können als kurzwellige Strahlungen die Atmosphäre ungehindert durchfließen und geben auf der Erde Wärme ab. Die Strahlen wandeln sich durch die Reflektion auf der Erde in langwellige Strahlen, welche die Atmosphäre nicht mehr ungehindert durchdringen können. In der Atmosphäre sorgen die Treibhausgase (Kohlendioxid, Methan, Wasserdampf und andere) dafür, dass die langwelligen Strahlen nicht mehr komplett zurück in das Weltall reflektiert werden. Sie sind quasi unter der Atmosphäre gefangen. Dadurch erhitzt sich die Erde immer weiter.

Die Atmosphäre ist für uns lebensnotwendig. Ohne sie wäre es auf der Erde im Durchschnitt -18 °C kalt – mit Atmosphäre sind es ca. 15 °C.  Je mehr Treibhausgase allerdings in die Atmosphäre gelangen, desto weniger Wärme wird wieder ins All zurückgestrahlt und desto wärmer wird es auf der Erde.

  • Die Sonne heizt die Erde auf.
  • Nur durch die natürliche Atmosphäre ist Leben auf der Erde möglich.
  • Eine zu dichte Hülle, wie sie durch die Treibhausgase entsteht, führt jedoch zum Treibhauseffekt.

5. Auswirkungen des Klimawandels

Ziel:

Die bereits eintreffenden Auswirkungen des Klimawandels zuordnen können und verstehen.

Beschreibung:

Die Auswirkungen, die bereits heute auf den Klimawandel zurückzuführen sind, sind auch bei uns bemerkbar.

Finden Sie heraus, was die Schüler über die Auswirkungen des Klimawandels bereits wissen. Haben die Jugendlichen eine Vorstellung, was passieren könnte? Fragen Sie die Jugendlichen, ob sie den Einfluss des Klimawandels in ihrer Umgebung spüren. Kennen sie Wetterextreme aus den Nachrichten oder aus eigener Erfahrung?

Steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, heftigere Stürme und Dürreperioden sind regelmäßig in den Nachrichten zu sehen.  Aber auch Starkregen und Überschwemmungen sind in Deutschland zu verzeichnen.

Gehen Sie mit den Schülern das IB 13.4 durch und fragen Sie bei geeigneten Aussagen nach Beispielen. Hier wären zum Beispiel folgende Vergleiche denkbar:

  • Gletscher schmelzen: Die Alpen verlieren immer mehr Fläche für Skigebiete.
  • Steigender Meeresspiegel: Die Malediven versinken im Meer.
  • Extreme Wetterereignisse: Die wiederkehrenden Übertretungen der Ufer von Elbe, Rhein, Oder und anderen Flüssen; die Hitzewelle in Europa 2003; die heftigen Stürme und Orkane über Deutschland, z.B. Orkan Kyrill (2007) und Orkan Xynthia (2010).
  • Wald- und Buschbrände: Die riesigen Waldbrände in Russland 2010 oder die zunehmenden Buschbrände in Australien und Kalifornien.
  • Aussterben von Arten: In 2011 galten laut der Roten Liste der Naturschutzunion IUCN über 19.200 Arten als akut gefährdet. Jedes vierte Säugetier ist gefährdet, stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Bei Reptilien und Amphibien ist es ähnlich. Vor allem Amphibien reagieren besonders empfindlich auf sich ändernde Umwelteinflüsse und sind häufig vom Aussterben bedroht. 
  • Wasserversorgung: Flutkatastrophe in Thailand 2011 – Trinkwasser wurde verunreinigt und Krankheiten breiten sich aus; das Grundwasser sinkt an vielen Stellen immer weiter ab; Brunnen versiegen.
  • Gesundheitsrisiken: Invasive Arten bringen ungewohnte Krankheiten in neue Gebiete. Die Tigermücke, die das Denguefieber überträgt, ist mittlerweile in Europa angekommen. 
  • Umweltmigration: In Afrika steigt die Zahl der Umweltflüchtlinge Jahr für Jahr an. 2010 haben über 42 Millionen Menschen aufgrund von Umwelteinflüssen ihre Heimat verlassen.

Diskutieren Sie mit den Schülern auch über die Kippelemente des Klimas. Halten sie diese für gefährlich? Versuchen Sie den Schülern durch dieses Modul die Dringlichkeit des Handelns klar zu machen.  Das nachfolgende Modul gibt Handlungsansätze für einen alltäglichen Klimaschutz.

  • Die Auswirkungen des Klimawandels sind heute bereits zu spüren, auch bei uns!
  • Wir müssen umdenken, um größere Katastrophen abzuwenden!
  • Einzelne Ökosysteme dürfen nicht an ihren Kipp-Punk gelangen!

6. Was tun?

Ziel:

Handlungsansätze für den Schutz des Klimas geben.

Beschreibung:

Welche Möglichkeiten haben wir, das Klima zu retten? Bringt es überhaupt etwas, wenn ein Einzelner z.B. sein Kaufverhalten ändert? Antworten Sie hier mit einem deutlichen „Ja!“. Die Nachfrage bestimmt bekanntlich den Markt und nur durch die Konsumenten kann so ein Wandel in den Geschäften stattfinden. Auch Ressourcen sparen kann jeder Einzelne. Glas, Papier, Aluminium und Plastik zu recyceln ist in Deutschland nicht schwer. Man muss es nur konsequent durchziehen, um wertvolles Rohmaterial wiederverwenden zu können.

Das AB 13.5 spornt die Jugendlichen an, Handlungsansätze und Lösungsvorschläge anzunehmen und umzusetzen.
Machen Sie den Schülern deutlich, dass jeder Einzelne gefragt ist, seinen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Nur so kann ein weltweiter Klimaschutz funktionieren. Und gehen Sie als gutes Beispiel voran!

  • Durch kleine alltägliche Aktionen kann jeder einen Beitrag zum Klimaschutz leisten!

7. Aktion

Ziel:

Andere über den Klimawandel aufklären.

Beschreibung:

Führen Sie mit Ihren Schülern eine Aktion durch. Ob eine Energiespar-Aktion, ein Baumpflanzprojekt oder einen Infostand in der Stadt, auf dem Schul- oder Stadtfest, bleibt ganz der Phantasie der Schüler überlassen. 

Versuchen Sie, die Schule oder sogar die Stadtverwaltung mit einzubeziehen und vergessen Sie nicht, die Presse dazu einzuladen.

Eine Schule aus Bremen hat z.B. einen stromfreien Tag veranstaltet, von dem alle begeistert waren und der bundesweit bereits viele Nachahmer gefunden hat. Den Radiobeitrag hierzu können Sie hier anhören: http://gffstream-5.vo.llnwd.net/c1/m/1322241530/radio/westblick/wdr5_westblick_20111125_1800.mp3 (zweiter Beitrag der gesamten Sendung, ca. ab Minute 5).

Das Ziel ist es, Passanten, Mitschüler und andere Externe über die Dringlichkeit des Klimaschutzes aufzuklären und zum Handeln zu animieren.

  • Gemeinsam wird der Klimaschutz möglich und wirksam!