Fleisch:3. Ein Schweineleben

Ziel:

Die Jugendlichen erfahren am Beispiel von Schweinen, wie Tiere leben, bevor sie bei uns im Supermarkt-Fleischregal enden. Sie erhalten Eindrücke vom industriellen Schweinekreißsaal bis hin zum Schlachthof.

Material:

Beamer, Lautsprecher, Laptop mit Internetzugang, Filmausschnitte aus „Auf der Suche nach munteren Kühen und Schweinen“
http://www.planet-schule.de/wissenspool/ware-tier/inhalt/sendungen/auf-der-suche-nach-munteren-kuehen-und-schweinen.html
Der Film kann Ihnen eventuell auch von Medienzentren Ihres Bundeslandes zur Verfügung gestellt werden. Die für die Bestellung relevante Mediennummer lautet: DVD: SWR 4682400(D)

Beschreibung:

Zeigen Sie den Schülern ausgewählte Filmausschnitte der Planet-Schule-Sendung „Auf der Suche nach munteren Kühen und Schweinen“ von Christian Rohde aus der Sendereihe „Ware Tier“. Geben Sie den Schülern nach den einzelnen Filmkapiteln etwas Zeit sich Stichpunkte zum Gesehenen zu machen.
Beachten Sie, dass hier Schweinefleisch als Beispiel genommen wird. Auch Rind und Geflügel wird mit ähnlichen Methoden produziert. Hierzu können Sie die kurzen Ausschnitte „Unser täglich Rindfleisch“ (http://youtu.be/sgketQ4F2Bk) und „Unser täglich Brot short“, in welchem die Geflügelproduktion kurz veranschaulicht wird (http://youtu.be/pZwnOwgN3Z0), zeigen. Beide Ausschnitte stammen aus dem Film „Unser täglich Brot“ (siehe Weitere Anregungen).

Nehmen Sie sich entweder schon vor dem Film oder nach dem ersten Kapitel Zeit, den Schülern die Begriffe „ökologische“ und „konventionelle Tierzucht“ zu erläutern.

1. Filmkapitel „Ferkelproduktion“ (06:06 - 08:42)
Was gezeigt wird: Im Schweinekreißsaal wird der Nachwuchs gezüchtet. 520 Muttersäue liegen fixiert in Metallgitterboxen, damit sie ihren eigenen Nachwuchs nicht erdrücken. 1.200 kleine Schweine werden hier pro Woche produziert. 21 Tage nach ihrer Geburt geht es für die kleinen Ferkel zum Schweinemaststall.
Stoppen Sie den Film nach dem O-Ton des Schweine-Produzenten: „Es kann auf Dauer nicht gut gehen, wenn ein Produkt, was wesentlich schwieriger und hochwertiger herzustellen ist, preisgünstiger verkauft wird als Mineralwasser oder Milchschnitte, oder wie diese ganzen Produkte heißen. Das ist 'ne Sache, die in unserem Gefüge nicht zusammenpasst.“

2. Filmkapitel „Schweinemast“ (17:55 – 21:05)
Was gezeigt wird: Auf dem Betonboden hat jedes Schwein den gesetzlich vorgeschriebenen Platz von 0,75m2 – das entspricht ungefähr einem Quadrat, das man mit 4 Schritten umrunden kann. Für ein Tier mit viel Spiel- und Bewegungsdrang eine lächerlich kleine Fläche. Hier wächst das Fleisch. In 120 Tagen wird aus dem kleinen Ferkel ein schlachtreifes Schwein.
Stoppen Sie den Film nach dem Satz: „In 120 Tagen wird diese Tür wieder aufgehen. Dann sind die Schweine schlachtreif.“

3. Filmkapitel „Horror-Schweinestall“ (27:47 – 29:37)
Was gezeigt wird: Nicht jeder Schweinebauer hält sich an die gesetzlichen Vorgaben - auch das ist die Wirklichkeit in der Nahrungsmittelherstellung:  Schweine stehen in dunklen Ställen dicht an dicht in ihrem eigenen Kot. Viele sind krank und können kaum stehen. Es stinkt nach Gülle und Verwesung. Wasser zum Trinken gibt es für die Schweine nicht. Damit bei den Schweinen keine Angst und kein Stress ausbrechen, wird ihnen das Medikament Stresnil verabreicht.  In der Masthaltung ist Stresnil ein weitverbreitetes Medikament.
Stoppen Sie den Film nach dem Satz: „Ob der Besitzer dieser Schweine gut schläft? Eine Frage, die offen bleibt. Die andere: Wie wohl der Schweinebraten geschmeckt hat, der vergangenen Sonntag so billig im Supermarkt zu haben war.“

4. Filmkapitel „Schweineschlachtung“ (8:42-13:36)
Was gezeigt wird: Schweineschlachtung im Akkord. In modernen Schlachtanlagen sterben 340 Schweine pro Stunde – 3.400 Stück am Tag – 17.000 Tiere in der Woche.
Stoppen Sie den Film nach den Bildern der Fleischtheke im Supermarkt.

Sammeln Sie nach diesen Filmausschnitten erneut die Eindrücke der Schüler zur Fleischproduktion an der Tafel. Was hat sich geändert? Welche Reaktionen haben die Filmausschnitte hervorgerufen?

  • In einer Massentierhaltung ist artgerechte Tierhaltung kaum möglich.
  • Der eigene Konsum von Billigfleisch trägt zu dieser Haltungsart bei.